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Anleger blicken zuversichtlich ins neue Jahr

05.12.2013 - Deutsche Anleger blicken voller Optimismus ins neue Jahr: In den nächsten sechs Monaten erwarten 36 Prozent steigende Aktienkurse. Vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sind Aktien und Investmentfonds die einzigen Anlageformen, die in der Gunst der Anleger steigen. Dies zeigt das Ergebnis des aktuellen Anlegerbarometers von Union Investment.

Aktienmarkt: Zahl der Optimisten nimmt deutlich zu

Aktuell glauben wieder mehr Anleger an steigende Börsenkurse (36 Prozent) als an fallende (23 Prozent). Stark fallende Kurse erwarten lediglich fünf Prozent (Vorquartal: vier Prozent) und leicht fallende Aktienmärkte 18 Prozent (letztes Quartal: 25 Prozent). Diese positive Grundeinschätzung deckt sich mit der Einschätzung der Experten von Union Investment: "Die Zentralbanken verfolgen immer noch eine Politik des billigen Geldes. Das internationale Wirtschaftswachstum verleiht den Aktienmärkten zusätzlichen Rückenwind. Die größten Kurschancen sehen wir aktuell in Europa", sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Die Eurozone sei auf dem Pfad konjunktureller Belebung. Insbesondere die Peripherieländer sorgten hier für Schwung. Europäische Aktien seien zwar nicht mehr besonders günstig. Die Dividendenrendite sei aber mit 3,5 Prozent immer noch attraktiv.

Aktien und Investmentfonds erfreuen sich zunehmender Beliebtheit

In den kommenden sechs Monaten erwartet die Mehrheit der Anleger (62 Prozent) konstant bleibende Zinsen. Mit einer fallenden Zinsentwicklung rechnet knapp jeder Fünfte (19 Prozent). In dem jetzigen Umfeld historisch niedriger Zinsen verwundert es somit kaum, dass ausschließlich Aktien und Investmentfonds in der Gunst der Anleger steigen. Auch Investmentfonds können auf der Attraktivitätsskala um vier Prozentpunkte auf 29 Prozent zulegen. Gerade Fondssparpläne eignen sich ideal für Einsteiger in den Aktienmarkt. Vorteilhaft sei es, nicht alles auf einmal, sondern nach und nach zu investieren. Damit schließe man aus, einen zu teuren Einstiegszeitpunkt zu erwischen.

Junge Anleger bevorzugen weiterhin das klassische Sparbuch trotz Minizinsen

Anders sieht es bei Anlegern zwischen 20 und 29 Jahren aus: Aktien (zwölf Prozent) und Investmentfonds können sie weniger begeistern. Stattdessen finden sie Gold, Sparbuch und Festgeld attraktiver als die Gesamtbefragten. Erschreckend dabei ist, dass knapp jeder dritte Sparbuchbesitzer in dieser Altersgruppe keine Kenntnis über die tatsächliche Höhe seiner Sparbuchzinsen hat beziehungsweise sie falsch einschätzt, so das Ergebnis der Anlegerbefragung im vierten Quartal 2012. "Hieran wird deutlich, dass vielen jungen Sparern das Zinsdilemma immer noch nicht bewusst ist. Mit Sparbüchern erleiden Anleger derzeit einen realen Verlust, weil deren Verzinsung niedriger ist als die Inflationsrate", so Gay. Um Vermögen aufzubauen, bleibe ihnen nichts anderes übrig, als ihr Geld breiter zu streuen und Risiken einzugehen. "Insbesondere junge Anleger sollten sich auf Aktien konzentrieren. Langfristig erzielen sie damit die höchsten Ertragschancen. Zudem können sie Aktienkursschwankungen wegen ihres langen Anlagehorizonts leicht aussitzen", erklärt er.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt